Marianne Mendt wusste bereits in frühester Jugend, dass sie Sängerin werden wollte. Sie erhielt Klavier- und Gesangsunterricht am Konservatorium der Stadt Wien, absolvierte aber nebenbei auf Wunsch ihrer Eltern die Handelsschule. Sobald sie volljährig war legte sie die Prüfung zur „gewerkschaftlich geprüften Vortragskünstlerin“ ab und tourte in den Folgejahren mit ihrer Band „The Internationals“ als Sängerin und Bassistin durch Europa.
1970 kehrte sie nach Wien zurück um ein paar Tage Zwischenstation zu machen. Doch nach einem Vorsingen bei Gerhard Bronner wurde sie sofort von ihm engagiert. Mit dem Lied „A Glock’n, die 24 Stunden läut´“ verhalf er ihr zum Durchbruch. Marianne Mendt trug Musicalsongs und für sie geschriebene Lieder im Dialekt vor, machte die Wiener Mundart so in der deutschsprachigen Popmusik salonfähig und wurde zur Wegbereiterin des Austropop.
1972 nahm die Sängerin ihre erste Musicalrolle in „Funny Girl“ am Opernhaus in Essen an. Mehrere Musical-Engagements in Deutschland, der Schweiz und Österreich folgten. Ab 1977 wandte sie sich auch dem Theater zu. Nach vielen Fernsehauftritten erhielt sie im ORF ihre eigene Sendung „Mendt & Band“. Marianne Mendt war den folgenden Jahrzehnten mit etlichen Platten und CDs erfolgreich. Außerdem wirkte sie in zahlreichen Musical-, Theater- und Kabarettproduktionen sowie in TV-Filmen und Serien wie dem „Kaisermühlen-Blues“ mit.
Bei der Romy-Gala 1994 erhielt sie die Auszeichnung zur „beliebtesten Schauspielerin“, 1995 wurde ihr der „Nestroy-Ring“ verliehen, 2005 das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien sowie das große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich. Marianne Mendt feiert 2014 ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum!